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Zukunft Kommune: Tagungen zur Digitalsierung der Personalarbeit in der öffentlichen Verwaltung

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist trotz vielfältiger und ambitionierter Initiativen wie “E-Government 2.0” oder “Digitale Verwaltung 2020”  des Bundes, der im Jahr 2010 in Kraft getretene IT-Staatsvertrag mit der Einrichtung des IT-Planungsrats, oder das E-Government-Gesetz des Bundes sowie einiger Länder oder die Digitale Agenda 2014-2017, nicht weit vorangeschritten. Im Gegenteil: In dem im Jahr 2017 von der EU veröffentlichten Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) Iiegt Deutschland nur mehr auf Platz 11 – nach Platz 9 im Vorjahr – und hat insbesondere Nachholbedarf bei der Verbesserung von Online-Behördendiensten. 

Der eGovernment-Monitor 2016 (eine gemeinsame Initiative öffentlicher und privater Institutionen in Deutschland) zeigt ebenfalls, dass der Einsatz von E-Government in Deutschland in den letzten Jahren eher stabil war und die Digitalisierung im HR-Bereich deutlich hinter Österreich und der Schweiz zurückfällt (Deutschland 45%, Österreich 74%, Schweiz 65%) (Quelle: Zukunftspanel Staat und Gesellschaft 2017).

Allerdings erachten 58,5% (ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr) der öffentlichen Verwaltungen die Digitalisierung der Verwaltungen und die Weiterentwicklung der E-Gouvernance als „die“ Herausforderung in den nächsten Jahren. Dennoch haben erst 22,9% der Verwaltungen die elektronische Aktenführung eingeführt, oder arbeiten zumindest mit gescannten Dokumenten. Weiter abgeschlagen ist vor allem aber die Personalarbeit: hier setzen erst weniger als 1/5 der öffentlichen Verwaltungen auf die Digitalisierung von Personalmanagement. Was aber hindert die öffentliche Verwaltung auf den weltweiten Zug der HR-Digitalisierung also der Digitalisierung im Personalmanagement aufzuspringen?

Als eines der Haupthindernisse bei der weiteren Digitalisierung werden neben der Erwartung auf Behörden übergreifende Lösungen vor allem die Datensicherheit gesehen. Mehr als 30% der Verwaltungen sehen demnach auch eine grundsätzliche Stärkung der IT-Sicherheit als Voraussetzung weiterer Digitalisierung in Personalmanagement und in der Personalarbeit und mehr als 80% halten Cyberangriffe für möglich. D.h. behördenintern muss die Sicherheitsorientierung und auch die Innovationsskepsis als Hemmnis der weiteren Digitalsierung der Personalarbeit gewertet werden.

 

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung: Was ist nun zu tun?

Auf unserer Tagung „Zukunft Kommune – Digitalisierung der Personalarbeit“ wollen wir das Thema Digitalsierung im Personalmanagement und in der in der Personalverwaltung daher aus drei Perspektiven bei der Einführung der digitalen / elektronischen Personalakte (E-Akte) aufgreifen. Für die jeweiligen Themen können wir auf Referentinnen und Referenten setzen, die auf Ihrem jeweiligen Fachgebiet langjährige Erfahrungen sammeln konnten.

In einem Beitrag von Dr. Stefan Paul Werum, wird es um die jeweiligen landesrechtlichen Regelungen zum Führen der Personalakten und der Einführung der digitalen / elektronischen Personalakten gehen. Der Referent wird auf die Möglichkeiten hinweisen, die die digitale / elektronische Personalakte für die Personalverwaltung bietet, welche rechtlichen Rahmensetzungen bei ihrer Einführung und Umsetzung einzuhalten sind und auf welche Anforderungen bei der Auswahl und Beschaffung entsprechender Software der E-Akte gestellt werden sollten.

Zum Thema Datensicherheit bei der Einführung der E-Akte wird der ehemalige Landesdatenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins und Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Datenschutz, Dr. Thilo Weichert und die Unternehmensberaterin Karin Schuler sprechen. Karin Schuler berät seit vielen Jahren Unternehmen und Verwaltungen in der Gestaltung von Sicherheitsumgebungen und bei der Einführung von Dienst-  bzw. Betriebsvereinbarungen zum Datenschutz. Beide Referenten werden das Thema digitaler Personalarbeit und im Besonderen der Einführung der E-Akte als digitale / elektronische Personalakte aus der Perspektive der erforderlichen Maßnahmen zur Datensicherheit und zum Datenschutz beleuchten.

Martina Brehm, langjährige Projektleiterin bei der Einführung von Dokumentenmanagementlösungen und E-Akten, wird die Digitale Personalakte von IQDoQ, die IQ-Akte vorstellen und aus Ihren Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts Einführung der digitalen / elektronischen Personalakte berichten. Sie wird vor allem auf die Basics abstellen, die Verwaltungen bei der Einführung bspw. der Betriebsabläufe zwingend beachten sollten.

In einer abschließenden Diskussionsrunde soll bilanziert werden, was kommunale Verwaltungen tun können, um Hemmnisse bei der Einführung weiterer digitaler Workflows abzubauen, Datenschutzvorkehrungen besser treffen zu können und Beschäftigten zur weiteren Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung zu überzeugen.

 

Die Teilnehmerzahl bei allen vier Veranstaltungen ist stark begrenzt, so dass die Gelegenheit zu konkreten Nachfragen und dem Austausch gegeben sind. Melden Sie sich daher besser gleich an.

Hier geht es zu den Anmeldeunterlagen.


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